Fachwerkbinder und Konstruktionen
Charakteristik des Systems
Das System von Holzfachwerkbinder mit Stahllaschenknotenplatten mit durchgepressten Dornen, welches unter dem Namen „Gang-Nail“ (aus englischem „Gruppe von Nageln“) bekannt ist, entstand am Ende der 50. Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts in der USA.
Im Europa wurden Konstruktionen in diesem System zuerst in der Schweiz und in Belgien angewendet.
In Tschechien war in dieser Richtung als Pionier gerade BIOS Dobříš.
- charakteristisches Merkmal des Systems = Verbindungsmittel = Laschenknotenplatte
- Entwicklungsetappe von mit der Hand die Nagelarbeiten bei der Platte und das Zusammennageln von Bindern
- modernste und meist sparsame Technologie der Kategorie von leichten Balkenfachwerkskonstruktionen
- breite Anwendung in Praxis – Dach- und Deckenbinder, Halterahmen der Holzbauwerke, Schalungselemente für die Betonindustrie, und ähnliches
Material der Binder
Holz
- Vorratskantholz über die Feuchtigkeit von ca. 20 %
- übliche Profile von Zuschnitten - 50, 60 x 80 - 240 mm
- Imprägnierung gegen Holzschädlinge und Holzpilze durch Tauchverfahren - Weichprozess - Katrit BAQ
Laschenknotenplatten
- breites Sortiment – verschiedene Blechdicken, verschiedene Länge und Gestalten von Dornen
- PÚ Glutzink, oder rostfreier Stahl ( in die aggressive Umwelt )
Herstellung
Technologische Einrichtungen
- spezielle Winkelscheibensägemaschine
- Großtonnage stationäre Presse ( 50 t )
Arbeitsverfahren
- Vorbereitung der Holzware auf der Winkelscheibensägemaschine
- Imprägnierung von Zuschnitten in der Wanne
- Ansatz von unteren Laschenknotenplatten auf den Pressentisch
- Ansatz von Zuschnitten an die Schnallen, Fixierung der Geometrie von Teilstücken
- Ansatz von oberen Laschenknotenplatten
- allmähliche Zusammenpressung aller Laschenknotenplatten – Tisch fährt unter die Presseinheit an
- Verschiebung des zusammenpressten Teils auf den Transportswagen – durch die spezielle hydraulische Einrichtung
- Tisch fährt in die Ausgangsposition zurück
- Zusammenbau des weiteren Teils
Vorteile der Fachwerkbinder
- Variabilität in der Dimension und dem Gestalt
- Vorfertigung – hohe Arbeitsproduktivität und Arbeitsqualität
- Materialersparnis ( 20 - 40% ) und Preisersparnis
- statische „Selbsttragfähigkeit“ ( bis 30 m der freien Spannweite ), Dispositionsfreiheit
- einfache und schnelle Montage mit minimalem Anspruch auf welche schwere Mechanismusmaschinen
- Material - Holz - natürlicher, energieanspruchsloser , umweltfreundlicher und erneuerbarer Rohstoff
- leichte, subtile Konstruktion – geringe Erschwerung des Grundbaues, bestehender Objekte und Dächer
- einfache die Anknüpfung an übrige Konstruktionen
Anwendung von Dachbindern
- wandelbares System – fast jeglicher Grundriss kann bedacht werden
- Satteldächer, Walmdächer, Pultdächer, Mansardedächer, Bogendächer usw.
- Familienhäuser und Wohnhäuser
- Hallenobjekte – landwirtschaftliche-, Industrie-, Sportobjekte
- Lagerobjekte, Überdachungen usw.
- Supermarkte, Verkaufsladen
- Anbauten auf Betonblockhäuser
- Bedachung bestehender Flachdächer
- Ausnutzungsmöglichkeit des Dachgeschoßraums – sog. „Studio-“ Binder
Aufbau des Daches mit Bindern
- Binder werden auf den Eisenbetonkranz, die Mauerlatte oder den Holzdeckenunterzug hingesetzt
- Achsenabstand ist meistenteils 1 - 1,2 m ( nach Dachmantel und Belastung )
- Raumstandfestigkeit der Konstruktion ist mit Windstreben gesichert - längliche und quere in der Dachebene ( Bretter, Windstrebenbinder )
- Aus dem Gesichtspunkt der Bedienbarkeit vom Dachmantel wird meistens in die Ebene des unteren Streifens eine Holzlaufbühne eingesetzt
- Oberer Binderstreifen = Fundament für die Tragschicht des Dachmantels
- Unterer Binderstreifen = Tragelement für Aufhängen des Plafonds
- Für die Montage von Bindern ist überwiegend ein Kran nötig, bei bestimmten Fällen ein Gerüst ( Dachstuben und ähnliche )
Entwurf der Binderkonstruktion
Entwurf von Bindern selbstverständlich der statischen Standberechnung unterliegt, die in Bezug auf ihre Kompliziertheit und Zeitaufwendigkeit mit fachlichem Computerprogramm durchgeführt wird.
Vermöge moderner Software fa. MiTEK ist die Dauer für die Konstruktionsberechnung minimalisiert und der Entwurf einzelner Binderstabe, die Größe und die Einbaulage von Binderplatten optimal gestaltet.
Von der Software wird zugleich die komplette Herstellungs- und Montagedokumentation, die Materialliste und Preiskalkulation aufgestellt.
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